Kräuterfibel

Gewöhnliche Brennnessel

(Urtica dioica)

 

 

Kurzbeschreibung:

Die Brennnessel ist eine krautige Pflanze

mit aufrechtem, unverzweigtem Stängel.

Die Blätter stehen kreuzweise gegenständig,

sind meist über 5 cm lang und am Grund

herzförmig. Der Blattrand ist gesägt und

die Blattspitze ist deutlich länger.

Die Pflanze ist kurz rauhaarig und hat an

Stängel und Blättern Brennhaare, die länger

sind als die eigentlichen Haare.

Männliche und weibliche Blüten sind auf

verschiedenen Pflanzen.

Die Samen sind kleinen Nüsschen ähnlich.

 

Sammelzeit und Pflückhinweise:

Brennnesseln kann man fast ganzjährig ernten. Besonders an Stellen die öfter gemäht werden, kommen immer wieder junge Triebe nach. Ab April nutzt man das Kraut, und ab August die Früchte. Bei empfindlicher Haut zum Pflücken Handschuhe tragen. Achtung, nicht mit den Fingern in die Augen kommen.

 

Hauptinhaltsstoffe:

In den Blättern Mineralien und Spurenelemente, Flavonoide.

In den Brennhaaren äth. Öl, Vitamine, Carotinoide, Steroide, Triterpene und Proteine.

In den Früchten fettes Öl (Linolsäure, Linolensäure und andere), Tocopherol, Schleimstoffe, Carotinoide (Beta-Carotin, Lutin)

 

Verwendung in der Wildkräuterküche:

Die jungen Triebe der Brennnessel werden zu Wildgemüse oder zu einem Aufstrich verarbeitet.

Junge Blätter haben kaum bis gar keine Nesselwirkung.

Damit die Brennnessel bei der Verarbeitung allgemein nicht brennt, kann man sie tüchtig mit einem Wellholz walken. Anschließend klein hacken oder -schneiden und weiter verarbeiten.

Die Samen der Brennnessel werden meist geröstet und über Salate gestreut. Sie eignen sich aber auch roh zum knabbern.

 

Geschmack:

Die Blätter erinnern im Geschmack etwas an Spinat, sind aber würziger und bissfester.

Die Samen schmecken, besonders nach dem Anrösten, nussig.

Für die "Nach-Corona-Zeit" der kostenlose Downoad des Herbarium-Auszuges zur Brennnessel!
Herbarium Brennnessel.pdf
PDF-Dokument [51.9 KB]