Kräuterfibel

 

Gewöhnliche Brennnessel

(Urtica dioica)

 

Kurzbeschreibung:

Die Brennnessel ist eine krautige Pflanze mit aufrechtem, unverzweigtem Stängel. Die Blätter stehen kreuzweise gegenständig, sind meist über 5 cm lang und am Grund herzförmig. Der Blattrand ist gesägt und die Blattspitze ist deutlich länger. Die Pflanze ist kurz rauhaarig und hat an Stängel und Blättern Brennhaare, die länger sind als die eigentlichen Haare.

Männliche und weibliche Blüten sind auf verschiedenen Pflanzen.

Die Samen sind kleinen Nüsschen ähnlich.

 

Sammelzeit und Pflückhinweise:

Brennnesselsamen kann man im Sommer bis in den Herbst hinein ernten. Bei empfindlicher Haut zum Pflücken Handschuhe tragen. Achtung, beim Pflücken nicht mit den Fingern in die Augen kommen.

Gesammelt die noch grünen Samen im Spätsommer oder im Herbst die schon braunen Samen. Der Nährstoffgehalt der braunen Samen ist höher.

Die Samen am besten an warmen trockenen Tagen sammeln.

Hierbei werden die Samenbüschel entweder direkt vor Ort mit einer kleinen Schere abgeschnitten.

 

Hauptinhaltsstoffe:

In den Früchten fettes Öl (Linolsäure, Linolensäure und andere), Tocopherol, Schleimstoffe, Carotinoide (Beta-Carotin, Lutin)

 

Verwendung in der Wildkräuterküche:

Die unreifen Samen der Brennnessel werden im Ofen bei niedriger Temperatur getrocknet und leicht angeröstet. Sie eignen sich aber auch roh zum Knabbern. Sie schmecken leicht nussig und können zu Salaten, Müsli, Saucen, Kräuterquark und anderen Speisen zugefügt werden.

 

Geschmack:

Die Samen schmecken, besonders nach dem Anrösten, nussig.